Psychiatrie und Psychotherapie

 

       Klinikum rechts der Isar

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          81675 München
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Schlafmedizin

Schlafmedizinisches Zentrum

Leitung: Dr. med. D. Schwerthoeffer, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Wissenschaftliche Beratung: Prof. Dr. med. Dipl. Psych. M. Wiegand, Somnologe DSGM

 

Das Schlafmedizinische Zentrum in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München besteht seit 1991. Es dient in erster Linie der Diagnostik und Therapie von Patienten mit Schlafstörungen aller Art sowie der entsprechenden klinischen Begleitforschung.

Ferner werden Forschungsprojekte über verschiedene psychiatrische und neurobiologische Fragestellungen durchgeführt (z. B. Schlaf bei psychischen Störungen, Wirkungen von Schlafentzug und Lichttherapie bei affektiven Störungen, Effekte von psychotropen Medikamenten auf den Schlaf).

Das Schlafmedizinische Zentrum beinhaltet eine Schlafambulanz, in der nach Voranmeldung eine ausführliche ambulante Diagnostik erfolgt, und ein Schlaflabor, in dem die Schlaffunktionen von Patienten während des Schlafs untersucht werden können. Das Schlaflabor ist seit 1992 von der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) akkreditiert.

Das Schlafmedizinische Zentrum ist in erster Linie als diagnostische Einrichtung für Patienten mit Schlafstörungen konzipiert. Dabei wird im Prinzip das gesamte Spektrum der schlafmedizinischen Differentialdiagnostik geleistet und somit eine Anlaufstelle für Patienten mit Schlafstörungen aller Art geboten.

Für manche Patienten vermitteln wir ein spezielles Therapieangebot (z. B. ein multimodales verhaltenstherapeutisches Gruppentherapieprogramm für Patienten mit chronische psychophysiologischer Insomnie) oder verweisen an entsprechende Einrichtungen (niedergelassene Ärzte, Psychotherapeuten, andere Fachkliniken etc.). Auch Patienten, bei denen eine Schlafapnoe diagnostiziert wurde, werden zur Therapie an eine auf dieses Krankheitsbild spezialisierte Einrichtung überwiesen.

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:

Corina Pohl, Psychologin

Marlies Unterberger, Dipl. Psych., Somnologin DGSM

Inge Schlenker, Sekretariat

 

Projekte (Auswahl):

  • Evaluation und Charakterisierung von Schlafstörungen vor und nach Resektion der Zirbeldrüse bei Patienten mit Pineozytom
  • Beziehungen zwischen Schlaf, gemessener und subjektiv eingeschätzter kognitiver Leistungsfähigkeit bei Patienten mit primärer Insomnie
  • Antidepressive Wirkung von Schlafentzug: Zusammenhänge mit spontanen Schlafepisoden, motorischer Aktivität und kognitiver Leistungsfähigkeit (DFG Wi 1427/1-1)
  • Wirkung von Quetiapin XR auf den Schlaf bei Patienten mit depressiver Episode, im Vergleich zu Mirtazapin Wirkung von Quetiapin auf Schlaf und nächtliches Verhalten bei dementen Patienten

 

Key-Publikationen:

Krieg, S.M., Slawik, H., Meyer, B., Wiegand, M.H. & Stoffel, M. (2012). Sleep disturbance after pinealectomy in patients with pineocytoma WHO°I. Acta Neurochirurgica (Wien), 154, 1399-1405.

Froböse, T., Slawik, H., Schreiner, R., Veselý, Z., Wiegand, M.H., Bäuml, J. & Förstl, H. (2012). Agomelatine improves sleep in a patient with fatal familial insomnia. Pharmacopsychiatry, 45, 34-36.

Brückner, T.U. & Wiegand, M.H. (2010). Motor activity in depressed patients during therapeutic sleep deprivation. European Psychiatry, 25, 465-467. Wiegand, M.H. (2008). Antidepressants for the treatment of insomnia: a suitable approach? Drugs, 68, 2411-2417.

Wiegand, M.H., Landry, F., Brückner, T., Pohl, C., Veselý, Z. & Jahn, T. (2008). Quetiapine in primary insomnia: a pilot study. Psychopharmacology (Berlin) 196, 337-338.

Wiegand, M.H., Galanakis, P. & Schreiner, R. (2004). Nefazodone in primary insomnia: an open pilot study. Progress in Neuropsychopharmacology and Biological Psychiatry, 8, 1071-1078.

Voderholzer, U., Valerius, G., Schaerer, L., Riemann, D., Giedke, H., Schwärzler, F., Berger. M. & Wiegand. M.H. (2003). Is the antidepressive effect of sleep deprivation stabilized by a three day phase advance of the sleep period? A pilot study. European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience, 253, 68-72.

Riemann, D., Voderholzer, U., Cohrs, S., Rodenbeck, A., Hajak. G., Rüther. E., Wiegand, M.H., Laakmann, G., Baghai, T., Fischer. W., Hoffmann. M., Hohagen. F., Mayer. G. & Berger, M. (2002). Trimipramine in primary insomnia: results of a polysomnographic double-blind controlled study. Pharmacopsychiatry, 35, 165-174.

Schreiner, R., Mirisch, S., Veselý, Z. & Wiegand, M.H. (2001). Sleep and sleep-wake cycle in an 81-year-old patient with de novo ultra-rapid cycling bipolar disorder. European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience, 251, 29-31.

Wiegand, M.H., Lauer, C.J. & Schreiber, W. (2001). Patterns of response to repeated total sleep deprivations in depression. Journal of Affective Disorders, 2001, 64, 257-260.